[ ETHZ - Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ]

reto ambühler - sabbatical 2002

[ UCSD - University of California, San Diego ]

12. august 2002: canyonlands national park: squaw flat - dead horse point

[ route squaw flat - dead horse point ]
karte

kurz vor 1000 hatten wir unser zelt abgebrochen und zusammen mit allem gepäck im pontiac verstaut. wir fuhren zurück nach moab, wo wir heute unseren geländegängigen mietwagen abholen sollten, mit welchem wir morgen und übermorgen die white rim road befahren wollten. da wir den wagen erst ab 1700 abholen konnten, fuhren wir weiter bis zum island in the sky visitor center. wir informierten uns über den park und vorallem über die white rim road. wettermässig gab es nichts zu befürchten, das heisse sommerwetter würde bis auf weiteres andauern, es war nichts als blauer himmel und temperaturen bis 40°C und mehr zu erwarten.
damit wir heute abend nicht alles gepäck umladen mussten, vorallem aber, damit wir überhaupt einen platz zum übernachten hatten, fuhren wir zum dead horse point campingplatz im gleichnamigen state park. dieser liegt an der nordöstlichen ecke des canyonlands national park und ist ein bestens geeigneter ausgangspunkt für die fahrt über die white rim road. es bliess ein kräftiger wind, als wir unser zelt aufbauten, wir beschwerten deshalb die herringe vorsichtshalber mit grossen steinen. das gepäck, welches wir für die beiden kommenden tage brauchten, liessen wir im zelt.
[ unser zelt auf dem dead horse point campingplatz im gleichnamigen state park ]
kurz vor 1600 machten wir uns wieder auf den weg nach moab. im supermarkt gingen wir einkaufen. wir wollten zwar nur zwei tage unterwegs sein, kauften aber so ein, dass wir auch eine woche hätten überleben können. neben einigen konserven kauften wir vorallem sehr viel wasser. würde uns auf der white rim road etwas zustossen oder würden wir wegen einer panne am fahrzeug nicht weiterfahren können, so müssten wir damit rechnen, einige tage in der wildnis überstehen zu können. eine fünfköpfige familie würde bei diesen hohen temperaturen viel wasser brauchen, dass war uns klar, also sorgten wir nach bestem wissen und gewissen vor.
zum glück hatten wir einen teil des gepäcks beim zelt gelassen, sonst hätten wir die lebensmittel und vorallem den wasservorrat gar nicht im kofferraum des pontiac untergebracht. auch so mussten susanne und die kinder noch einige wasserkanister zwischen die füsse nehmen. nun fuhren wir zum autoverleih. gespannt hielten wir auf dem parkplatz nach unserem möglichen mietwagen ausschau. es gab zwei oder drei mögliche kandidaten, alle sahen vielversprechend aus. endlich konnten wir unseren wagen übernehmen: auf uns wartete ein weinroter dodge durango. das fahrzeug war riesig und extrem komfortabel, jedenfalls aus unserer sicht, sind wir uns von daheim doch "nur" zwei alte VWs gewohnt ...
[ dodge durango ]
wir luden unser gepack in den dodge, den pontiac durften wir beim verleih stehen lassen. ich fühlte mich wie ein könig am steuer des durango. auch wenn ein solches auto in den USA nichts ungewöhnliches ist, für mich war es aussergewöhnlich. es begann bereits dunkel zu werden, als wir auf dem campingplatz eintrafen. zu unserem schreck mussten wir feststellen, dass der heftige wind unserem zelt arg zugesetzt hatte. das gestänge war ziemlich verbogen, aber der zeltstoff hatte glücklicherweise der belastung trotzdem standgehalten. wir richteten die krummen stangen so gut es ging und versuchten das zelt etwas zu stabilisieren. in dieser nacht schliefen wir nicht so gut, zum einen wegen der aufregung vor dem morgigen abenteuer, vorallem aber, weil der stürmische wind wie wild an unserem zelt rüttelte und wir stets fürchten mussten, das zelt würde bei einer besonders heftigen böe plötzlich zerreissen. wir überstanden die nacht aber schadlos ...

gestern - inhaltsverzeichnis - morgen


index.html / 23-mar-2005 / reto ambühler